Warum Düfte so direkt wirken
Geruch ist der einzige Sinn, der ohne Umweg im limbischen System ankommt, also dort, wo Emotionen und Erinnerungen verarbeitet werden. Deshalb kann ein Duft eine Stimmung verändern, bevor man überhaupt darüber nachgedacht hat. Genau das macht sich die Aromaöl Massage zunutze. Berührung entspannt den Körper, der Duft holt den Kopf hinterher.
Die wichtigsten Duftnoten
Lavendel gilt als der Klassiker unter den beruhigenden Ölen. Er wird häufig gewählt, wenn jemand angespannt oder unruhig ankommt.
Zitrusnoten wie Orange, Bergamotte oder Grapefruit wirken frischer und leichter. Sie eignen sich für Termine am Tag oder für Gäste, die sich müde und schwer fühlen.
Sandelholz und andere Holznoten sind wärmer und erdender. Sie passen gut zu langsamen Massagen und zu Abendterminen.
Rose und Ylang-Ylang gelten als die sinnlichsten Noten und werden gern gewählt, wenn die Massage weniger beruhigend und mehr genussvoll sein soll.
Das Trägeröl macht den Unterschied
Ätherische Öle werden nie pur auf die Haut aufgetragen, sondern immer in einem Trägeröl verdünnt, etwa Mandel-, Jojoba- oder Traubenkernöl. Das Trägeröl bestimmt, wie gut die Hände gleiten und wie sich die Haut nach der Massage anfühlt.
Ein gutes Trägeröl zieht angenehm ein, ohne zu kleben. Auch die Temperatur spielt mit: leicht erwärmtes Öl fühlt sich deutlich angenehmer an als kaltes.
Der Ablauf
Vor Beginn wird besprochen, welche Bereiche im Mittelpunkt stehen sollen und welche Duftrichtung angenehm ist. Wer unsicher ist, lässt sich einfach beraten, denn oft entscheidet der erste Eindruck an der Nase besser als jede Beschreibung. Danach folgt die Massage mit fließenden, gleichmäßigen Bewegungen. Das Tempo bleibt bewusst ruhig, damit sich Wirkung und Duft gemeinsam entfalten können.

